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Eine Ebene höher
"Atlas der Unterwelt" ist verfügbar
Den Geowissenschaftlern geht es genau wie den Medizinern: Sie können ihr Studienobjekt eigentlich nur von Außen betrachten. Doch der technische Fortschritt hat beiden Forschergruppen bildgebende Verfahren an die Hand gegeben, mit denen sie Planeten- oder Patientenkörper durchleuchten können. Im Internet ist jetzt das Produkt einer sogenannten seismischen Erdtomographie verfügbar:... Mehr…

Schwierige Abschätzung
Deutschland hat in Sachen Erdbebengefährdung Glück. Entlang des Rheins von der Schweizer bis zur niederländischen Grenze, auf der Schwäbischen Alb und im Vogtland gibt es seismische Aktivität von nennenswerter Stärke. Ansonsten ist es hierzulande wie auch im Rest des nördlichen Mitteleuropas ziemlich ruhig. Das heißt jedoch nicht, dass die Gefährdung gleich Null wäre. Auf... Mehr…

Erosion bei der Arbeit
Die Steilküsten der Welt sind besonders der Erosion ausgesetzt. Wind und Wellen, Sonne und Regen setzen den Kreidefelsen von Dover ebenso zu wie der Steilküste von Rügen oder der an der kroatischen Adria. Britische Geowissenschaftler haben an den Kliffs der nordostenglischen Hafenstadt Whitby die Erosion in höchstmöglicher Präzision protokolliert. Stündlich wird die 55 Meter... Mehr…

Hydrologie für den kleinen Geldbeutel
Datengetriebene Naturwissenschaft ist eine aufwendige Materialschlacht, die sich viele schlechtfinanzierte Institute in Entwicklungsländern überhaupt nicht leisten können. Weil zum Beispiel die Gewässerüberwachung aber auch in einem armen Land wie Myanmar sehr sinnvoll ist, haben dortige Studenten mit Hilfe von Hydrologen der Technischen Universität Delft ein preiswertes, wenn... Mehr…

Zur Schärfung des Risikobewusstseins
Erdbeben gehören zu den schadenträchtigsten Naturgewalten, und die Wissenschaftler sind sich weitgehend einig, dass eine exakte Vorhersage von Ort und Zeitpunkt Utopie bleiben wird. Intensiv erforscht wird dagegen die sogenannte probabilistische Vorhersage, die mit der Eintrittswahrscheinlichkeit das Risiko beziffert, mit dem ein Beben zu erwarten ist. Italienische Wissenschaftler... Mehr…

Ausbruch in entscheidender Zeit
Der Einfluss von Vulkanen auf das Klima ist in der Regel beschränkt. Der heftige Ausbruch des Pinatubo 1991 senkte die globale Mitteltemperatur für ein bis zwei Jahre um bis zu 0,4 Grad, die Explosion des Mount St. Helens 1980 hatte keine größeren Konsequenzen. Ein internationales Forscherteam hat jetzt allerdings in einem Eisbohrkern aus der Westantarktis Spuren einer 192 Jahre... Mehr…

Machtvoller Vortrieb
Die Plesiosaurier gehören zu den unverwechselbaren Tieren des Erdmittelalters und zu seinen erfolgreichsten Meeresbewohnern. Wie sich die Tiere im Wasser aber fortbewegten, ist seit der Entdeckung des ersten Fossils 1719 in Lincolnshire umstritten. In den Abhandlungen der Royal Society zeigen britische Wissenschaftler, wie effizient der Schwimmstil der Tiere vermutlich gewesen ist.... Mehr…

20.000 Jahre früher angekommen
Die Besiedlung Australiens und des ihm vorgelagerten indonesischen Archipels ist ein heftig umstrittenes Feld der Paläoanthropologie. Die bisherigen archäologischen Funde sprachen stets für eine relativ späte Besiedlung vor frühesten 45.000 Jahren. Phylogenetische und ökologische Studien legten dagegen ein viel früheres Einwanderungsdatum nahe, das mindesten bei 60.000 Jahren... Mehr…

Verdrängtes Problem
Wie man sich von Verstorbenen verabschiedet, gehört zu den am tiefsten verwurzelten Traditionen einer Gesellschaft, doch Bestattungsformen können auch zu Umweltfaktoren werden. Ein EU-gefördertes Forschungsprojekt beschäftigt sich vor allem mit der kulturellen und sozialen Kraft der Bestattung in der europäischen Geschichte, doch es hat auch die ökologischen Folgen der hiesigen... Mehr…

Blitzschneller Wechsel
Das Leben auf der Erde kennt eine Handvoll entscheidender Weichenstellungen, die das Zusammenspiel von Planet und Organismen in neue Bahnen lenkten. Eine dieser Weichenstellungen ist die Etablierung der Grünalgen als Basis der Nahrungsnetze in den Ozeanen. Auf der Goldschmidt-Tagung der Geochemiker in Paris und zeitgleich in "Nature" stellt ein internationales Geochemiker-Team eine... Mehr…

Neuer Blick auf alte Gesteinsproben
Die Suche nach den ältesten Lebensspuren ist für die beteiligten Wissenschaftler so etwas wie ein verzwickter Kriminalfall: Einen direkten Beweis gibt es bislang in keinem Fall, also müssen komplizierte Indizienketten aufgebaut werden, am besten mehrere voneinander unabhängige. Eine mindestens 3,7 Milliarden Jahre alte Formation im westgrönländischen Isua gehört zu den Bewerbern... Mehr…

Vielfalt im Schatten der Saurier
Im Zeitalter der Dinosaurier haben sich die Säugetiere einen überraschend vielfältigen Lebensraum erschließen können. Dafür liefern die nordostchinesischen Provinzen Liaoning und Hebei seit Jahren regelmäßig Beleg um Beleg. Die jüngsten Funde sind in der aktuellen "Nature" publiziert: "Flughörnchen" aus dem mittleren Jura, die zwischen den gewaltigsten Landwirbeltieren der... Mehr…

Vulkanismus mit tiefen Wurzeln
Die Vulkane der Erde sitzen in ihrer großen Mehrzahl an den Grenzen der Krustenplatten und werden von der Plattentektonik angetrieben. Eine geringe Zahl von Feuerbergen allerdings bezieht ihr Magma aus großer Tiefe des Erdmantels und ist von der Bewegung der Platten an der Oberfläche nahezu unabhängig. Kalifornische Geophysiker haben jetzt in "Science" vorgestellt, wie der Fuß... Mehr…

Bestandsaufnahme der polaren Meeresböden
Polarforscher aus aller Welt haben ein im digitalen Zeitalter ungewöhnliches Projekt beendet. Auf der Jahrestagung der Europäischen Geowissenschaftlichen Union stellten das britische Herausgeber-Team den "Atlas der glazialen Meeresbodenformationen" vor und empfahlen ausdrücklich die Buch-Version. Mehr als 600 Seiten stark und 2,7 Kilo schwer bietet der Band für 140 Pfund einen... Mehr…

Durchblick am Aletschgletscher
Geophysiker haben bei ihrem Forschungsgegenstand häufig das Problem, dass sie nicht hineinblicken können. Entweder verhindert es die große Tiefe im Erdinneren oder die schiere Größe. Daher greifen die Wissenschaftler zu verschiedenen Durchleuchtungsmethoden. Auf der Jahrestagung der Europäischen Geowissenschaftlichen Union in Wien wurde die Nutzung von kosmischen Myonen als Tomographie-Methode... Mehr…

Dramatisches Gedankenexperiment
Wissenschaftler am Dänischen Meteorologischen Institut haben ein, wie sie sagen, Gedankenexperiment durchgeführt: Sie ließen das hauseigene Klimamodell 1100 Jahre weit in die Zukunft rechnen, um zu sehen, wie sich das Klima in Europa verändert, wenn die Erde sich weiter erwärmt. Unter der Voraussetzung, dass die Menschheit so weitermacht wie bisher, steigt die globale Mitteltemperatur... Mehr…

Klimagewinnler an der Baumgrenze
In den meisten Hochgebirgen macht sich der Klimawandel bereits bemerkbar. Gletscher schwinden, Permafrost zieht sich zurück und lässt Felstürme instabil werden. Doch es gibt auch Profiteure. Forstökologen der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich haben an der Baumgrenze nach ihnen gesucht und sie besonders unter Lärchen gefunden. Mehr…

Pilze mit "Nutzvieh"
Die Suche nach einem geeigneten Endlager für schwedischen Atommüll hat im tiefen Gestein Südschwedens eine ungewöhnliche Lebensgemeinschaft zwischen Pilzen und Mikroben zu Tage gefördert. In einem Bohrkern aus 740 Meter Tiefe fanden zwei schwedische Wissenschaftler ein Geflecht aus versteinertem Pilzgeflecht, an dem noch Reste eines ebenso versteinerten Biofilms hafteten. Ihren... Mehr…

Klimafaktor Wald
Israels Staatsgebiet besteht zu mehr als der Hälfte aus dem Negev, 12.000 Quadratkilometer Halbwüste, die sich bis Eilat am Roten Meer hinab erstreckt. An ihrem Nordrand wurde vor gut 50 Jahren ein Wald gepflanzt, der sich seither sehr gut entwickelt. Das deutsch-israelische CLIFF-Projekt untersucht die Rolle dieses Yatir-Waldes für das lokale Klima, um Erkenntnisse für die Begrünung... Mehr…

Mangroven bieten Rückzugsraum für Korallen
Korallenpolypen scheinen sich durchaus mit den schlechteren Umweltbedingungen arrangieren zu können, die im Zuge des Klimawandels für das Ende des Jahrhunderts vorhergesagt werden. Wissenschaftler berichten jetzt von solchen Riffen, die unter Extrembedingungen in einer Lagune gedeihen. Dennoch, so warnen sie, müssten die Bemühungen weitergehen, dass die Weltmeere erst gar nicht... Mehr…

Bohren, bis der Eisberg kommt
Sechs Wochen lang war der deutsche Forschungseisbrecher "Polarstern" im Februar und März diesen Jahres im antarktischen Amundsenmeer unterwegs. Das Schiff hatte das Meeresbodenbohrgerät MeBo-70 an Bord, das zum ersten Mal unter antarktischen Bedingungen eingesetzt wurde. Auf der Jahrestagung der Europäischen Geowissenschaftlichen Union in Wien berichtete Fahrtleiter Karsten Gohl... Mehr…

Frühester homo sapiens in Marokko gefunden
Ostafrika gilt als Garten Eden, von dem aus der anatomisch moderne Mensch die Welt besiedelte. Neue Funde im Westen Marokkos ziehen diese Sicht jetzt in Zweifel. In der Nähe von Marrakesch haben Paläoanthropologen Fossilien der frühesten Vertreter von homo sapiens gefunden, die auf ein Alter von rund 300.000 Jahren datiert werden. In der aktuellen „Nature“ werden die Funde vorgestellt. ... Mehr…

Kein freudiges Ereignis
Am Larsen-C-Eisschelf vor der Ostküste der Antarktischen Halbinsel steht die Geburt eines gewaltigen Eisberges, doppelt so groß wie das Saarland, unmittelbar bevor. Das letzte große Schelfeisgebiet der Halbinsel steht vor dem Verlust von mehr als einem Zehntel seiner Fläche. Möglicherweise wird damit seine Auflösung eingeleitet. Mehr…

Zahn mit Bedeutung
Ein schlecht erhaltener Unterkiefer und ein einzelner Backenzahn vom Balkan haben einen voraussichtlich jahrelangen Streit um die frühesten Vorfahren des Menschen ausgelöst. In "PLoS One" haben Wissenschaftler der Universitäten Tübingen und Toronto sowie vom Naturkundemuseum in Sofia den bislang als primitive Affenart eingestuften Graecopithecus zum bislang ältesten bekannten... Mehr…

Wechsel in der Ahnengalerie
Das jüngst entdeckte Mitglied der menschlichen Gattung sucht noch seinen Platz im Stammbaum. Australische und amerikanische Wissenschaftler haben jetzt im "Journal of Human Evolution" den Homo floresiensis, auch Hobbit genannt, ganz an die Basis der menschlichen Gattung gesetzt. Sie bezeichnen ihn als "Schwesterart" des frühen Homo habilis. Damit käme der Hobbit zum einen auf eine... Mehr…