Kompetenzzentrum für Geoinformatik formiert sich neu
Im Osnabrücker Schloss wurde in diesen Tagen der Verein zur Förderung der Geoinformatik in Norddeutschland e.V. (GiN) gegründet. Der Verein geht aus dem Kompetenzzentrum für Geoinformatik hervor, welches seit 2003 die Kräfte der auf dem Gebiet der Geoinformatik führenden Hochschulen Norddeutschlands bündelte. Zu den ursprünglichen Partnern des bis Ende vergangenen Jahres vom Land Niedersachsen geförderten Kompetenzzentrums, unter ihnen die Universitäten Osnabrück, Hannover sowie die Fachhochschule Oldenburg, sind inzwischen die Universitäten Braunschweig, Clausthal und Kiel sowie die Fachhochschule Osnabrück hinzu gestoßen.
"Der Verein GiN hat aber nicht nur das Wohl der wissenschaftlichen Disziplin
Geoinformatik im Auge, er versteht sich auch als Interessenvertreter der
Geoinformationswirtschaft", führt der frisch gewählte Vorsitzende Prof. Dr.
Manfred Ehlers vom Institut für Geoinformatik und Fernerkundung (IGF) der
Universität Osnabrück aus. "Der neue Verein soll Kompetenzen in Wissenschaft,
Wirtschaft und Verwaltung bündeln, um innovative Geschäftszweige zu initiieren
und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Da haben wir in Norddeutschland
Nachholbedarf."
Um dies Ziel zu erreichen, sind außer den Hochschulen auch Firmen und Behörden
im GiN e.V. willkommen. Die EWE AG, die Landesvermessung und Geobasisinformation
Niedersachsen (LGN) und die ESRI Geoinformatik GmbH sind im Vorstand des Vereins
vertreten. "Wir haben schon bisher die Arbeit des Kompetenzzentrums gefördert
und freuen uns, dass diese nun auf eine breitere Basis gestellt wird", sagt
Thomas Spoede (EWE).
Nach dem Abschluss der dreijährigen öffentlichen Förderung übernimmt nun der
Verein die Unterstützung aller Bereiche und Organisationen in Norddeutschland,
die sich mit Geoinformatik befassen oder diese nutzen. "Durch GiN e. V. wird
eine für Unternehmen, Behörden, wissenschaftliche Institutionen und
Einzelpersonen gleichermaßen interessante Plattform geschaffen, um in
Norddeutschland der Geoinformatik neue Impulse zu geben, innovative Akzente zu
setzen und um Standortvorteile zu sichern und auszubauen", so Dr. Gerd Buziek
von der Firma ESRI. Das Vorstandsteam aus Ehlers, Spoede und Buziek
vervollständigt Dr. Ernst Jäger (LGN).
"Damit hat sich ein schlagkräftiges Team gebildet, das ganz ausgezeichnet in der
Lage ist, die hochgesteckten Ziele zu erreichen", bestätigt Prof. Ehlers. Da der
neue Verein, der seinen Sitz in Osnabrück hat und von einem Osnabrücker
Wissenschaftler geleitet wird, will sich um eine Anerkennung als An-Institut der
Universität Osnabrück bemühen. "Dies ist ein wichtiger Schritt auch im Interesse
unserer zukünftigen Absolventen in den neuen
Bachelor- und Masterstudiengängen der Geoinformatik", ergänzt Prof. Dr. Norbert
de Lange vom Institut für Geoinformatik und Fernerkundung.
Weitere Informationen unter...
Pressemitteilung
Universität Osnabrück
Dr. Utz Lederbogen, 14.02.2006








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