Meteor Logbuch 18. Juli: Willkommen in ROV-Hausen!
Im Forscher-Blog zur 76. Meteor-Expedition, der vom 17.07.08 bis zum 24.08.08 auf den Webseiten des Geoportals planeterde.de zu lesen ist, erfahren sie heute mehr über den Bremer Tauchrobotor QUEST 4000. Von Bord berichtet Jörn Tonnius, Doktorand am MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften Bremen.
Planeterde Blog
Mehr Informationen über das aktuelle Meteor-Logbuch und Expedition M76/3B
18. Juli 2008 (Autor: Jörn Tonnius)
19°06' S, 011° 47' E
Heute kommt der BLOG von:
„Hi, mein Name ist Jörn Tonnius. Ich bin Doktorand am MARUM
– Zentrum für Marine Umweltwissenschaften Bremen und arbeite im
Forschungsbereich Hydrothermalsysteme. Während dieser Ausfahrt werde ich mit
dem Geochemie-Team Porenwasserproben aus den Sedimentkernen entnehmen,
analysieren und für die weitere Bearbeitung in Europa vorbereiten.“
Willkommen in ROV-Hausen !
Der Höhepunkt des heutigen Tages war die Einführung aller
Wissenschaftler in das ROV (Remotely Operated Vehicle) „QUEST 4000“, den ferngesteuerten
Tauchroboter des MARUM an der Universität Bremen. Bei etwas stärkerem
Wellengang versammelte sich dazu das ganze Team im Konferenzraum, wo Volker
Ratmeyer, der Leiter des ROV-Teams eine
Präsentation über die technische Ausstattung des QUEST gab. Die große Anzahl an
Sensoren, Kameras und Manipulatoren, die auf den bis zu 4000 Meter tiefen
Tauchgängen eingesetzt werden können, ist sehr beeindruckend.
Bild 1: Das „Ortsschild von ROV-Hausen“ markiert den Sicherheitsbereich rings um das ROV QUEST 4000 auf dem Arbeitsdeck.
Bild 2: Volker Ratmeyer erklärt einer Gruppe von Wissenschaftlern den Unterwasserroboter QUEST 4000
Danach ging es in
Kleingruppen zum Arbeitsdeck, wo QUEST mit seiner riesigen Kabelwinde, dem
großen Steuercontainer und der während der Tauchgänge in Schichten arbeitenden
Crew von neun Technikern eine kleine Stadt für sich bildet: genannt „ROV-Hausen.
Der Leitstand des Tauchroboters füllt seinen Container so sehr, dass
normalerweise neben zwei ROV-Piloten immer nur zwei Wissenschaftler darin
arbeiten: der den Tauchgang leitende Wissenschaftler und ein Protokollführer.
Bild 3: Der Steuercontainer des QUEST
Für den Rest des Teams werden die hochauflösenden Bilder der HDTV-Kameras direkt in das Schiffnetz gespeist und auf einer großen Leinwand dargestellt. Da nach der langen Anfahrt ein sehr intensives Untersuchungsprogramm mit langen Tauchfahrten geplant ist, werden wohl alle Wissenschaftler an Bord Gelegenheit dazu bekommen, die Tauchgänge des QUEST im Steuercontainer zu begleiten. Ich freue mich schon darauf und bin gespannt, was wir alles an neuen Erkenntnissen aus diesen Tauchgängen gewinnen werden.
Jörn Tonnius
Foto 4: Blick ins Innere des Leitstandes des Bremer Tauchroboters








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